Personalentwicklung heißt ...
 
... Potenziale entdecken und fördern
 
Es steckt schon im Wort selbst: <Entwicklung> oder auch <entwickeln> beinhaltet die Bedeutung eines Vorgangs, eines Wandels. <Entwicklung> heißt aber auch <Prozess>, genauer <Veränderungsprozess>. Personalentwicklung heißt also: Personal entwickeln, verändern, wandeln. Wo etwas oder jemand verändert wird, bestehen immer zwei Zustände. Der Zustand vor der Veränderung und der Zustand nach der Veränderung. Wobei selbstverständlich der Zustand nach der Veränderung besser sein sollte als vorher.

Zurück zur Personalentwicklung: Sie wissen, wo Sie mit Ihrem Unternehmen hin möchten. Sie kennen Ihre Unternehmensziele. Nun gilt es, festzulegen, welchen Bedarf Ihr Unternehmen hat, um diese Ziele zu erreichen. Dann wissen Sie auch welche Kompetenzen Sie benötigen, um Ihre Ziele zu erreichen. Erkennen Sie, welche Potenziale und Fähigkeiten in Ihren Mitarbeitern stecken und fördern Sie diese. Entwickeln Sie diese Potenziale weiter.

... zielgerichtete Gestaltung von Veränderungsprozessen

Der Begriff der Personalentwicklung wird in Theorie und Praxis unterschiedlich definiert. Eine enge Fassung des Begriffs bezieht sich lediglich auf die Aus- und Weiterbildung. Eine weitere gefasste Definition schließt weitere Aspekte mit ein, zum Beispiel die Förderung der Unternehmensentwicklung durch zielgerichtete Gestaltung von Lern- und Entwicklungsprozessen. Die weitergefasste Definition überschneidet sich auch mit Elementen der Organisationsentwicklung.

Personalentwicklung ist also Teil der Unternehmensentwicklung. Und: Personalentwicklung ist immer auch eine Wachstumsphase. Personalentwicklung ist ein grundlegendes Werkzeug für langfristigen Unternehmenserfolg. In vielen Firmen wird die Personalentwicklung nur als lästiger Kostenfaktor gesehen. Was jedoch eine sehr kurzsichtige Auffassung widerspiegelt. Denn Unternehmen, die langfristig und international erfolgreich sein wollen, kommen um eine effektive Personalentwicklungsstrategie nicht herum.

... Erfolgsicherung durch Fachkräftesicherung

Im Juni 2011 trafen sich Vertreter von Bund, Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem Gespräch über die langfristigen Wachstums- und Arbeitsmarktperspektiven in Deutschland. Im Vordergrund stand die Nutzung und Förderung inländischer Potenziale. Um eine Ergänzung durch Zuwanderung komme man zwar nicht herum, aber die Fachkräftebasis von morgen müsse gesichert werden. Es müsse verhindert werden, dass Unternehmen außerhalb Europas Fachkräfte anwerben und die Niedriglohnstrategie auf den Bereich der Hoch- und Höchstqualifizierten ausdehnen, so DGB-Chef Sommer.

Eine gemeinsame Erklärung zeigt, dass bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote sowie die Unterstützung des lebensbegleitenden Lernens und der Höherqualifizierung von höchster Bedeutung sind. Dazu werden nun die rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem sollen durch Unterstützung für Berufserfahrene Brücken ins Studium geschlagen werden, zum Beispiel durch Erleichterung des Hochschulzugangs oder berufsbegleitende Studiengänge.

verfasst von: Patricia Ruf, Sprachwissenschaftlerin (M.A.)

Interessante Links:

Gemeinsame Erklärung zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/2011/06/2011-06-22-pm-erklaerung-fachkraefte-meseberg,property=publicationFile.pdf